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Die Landessynode hat in ihrer Erklärung zu § 39 des EKD-Pfarrdienstgesetzes und zum Beschluss der Kirchenleitung vom 21. Januar 2012 auf der Frühjahrssynode festgestellt, „dass sich hinter dem gegenwärtigen ethischen Konflikt ein tiefgreifender Dissens im Schriftverständnis manifestiert, der die Einheit unserer Landeskirche gefährden kann.“ Die Landessynode schlägt deshalb einen dreijährigen Gesprächsprozess über die Hermeneutik der Bibel vor.

Nicht wenige Glieder unserer Landeskirche stehen diesem Gesprächsprozess kritisch gegenüber. Sie fragen nach dem Sinn eines solchen Gesprächsprozesses, da doch die Streitfrage über die Öffnung von Pfarrhäusern für homosexuell empfindende Pfarrer und Pfarrerinnen bereits durch die Kirchenleitung entschieden worden ist. Kann da noch von einem „ergebnisoffenen“ Gespräch die Rede sein?

Trotz dieser berechtigten Anfragen will sich die Sächsische Bekenntnis-Initiative dem Gesprächsprozess in unserer Landeskirche stellen und ihn aktiv mitgestalten. Denn wir sehen in ihm nicht nur einen freundlichen Austausch verschiedener Verständnisse und Umgangsweisen mit der Bibel. Als „Kirche des Wortes“ hängt unser Kirche-Sein heute wieder entscheidend am reformatorischen „sola scriptura“ (allein die Schrift). Deshalb sehen wir den Gesprächsprozess als ein Ringen um unsere Kirche überhaupt. Vom Verlauf und Ergebnis des Gesprächsprozesses wird es abhängen, ob die Einheit unserer Landeskirche in Zukunft gewahrt bleiben kann. Weil wir unsere sächsische Landeskirche lieben und wir wissen, dass Gott zu fürchten ist (2. Kor. 5, 11) und an der Treue zu seinem Wort das ewige Leben hängt (2. Tim. 3, 14ff.), wollen wir uns in dem Gesprächsprozess mit ganzer Kraft einbringen.
Die Grenze besteht für uns in einem Verständnis der Schrift, das innerhalb unserer Kirche die Bibel als grundlegenden Maßstab („norma normans“) nicht mehr akzeptiert, sie allein dem menschlichen Urteil unterwirft und sich so über sie hinwegsetzt oder ihre Aussagen verdreht (2. Petr. 3, 16). Deshalb setzen wir uns u. a. dafür ein, dass die Schriftwidrigkeit des Kirchenleitungsbeschlusses vom 21. Januar 2012 erkannt wird, und dieser Beschluss rückgängig gemacht wird.

Um der Ernsthaftigkeit und Bedeutung dieses Gesprächsprozesses willen, bitten wir alle Glieder unserer Landeskirche, sich für das Gelingen dieses Prozesses einzusetzen:

  • Wir bitten alle Glieder unserer Landeskirche um Fürbitte für den Gesprächsprozess.
  • Wir bitten alle Glieder unserer Landeskirche, die unter den Entwicklungen in unserer sächsischen Landeskirche leiden, nicht aus der Kirche auszutreten, sondern sich in ihren Gemeinden treu für die Geltung von Schrift und Bekenntnis einzusetzen.
  • Wir bitten alle Beteiligten an dem Gesprächsprozess um eine geschwisterliche und demütige Art des Umgangs miteinander.
  • Wir bitten alle Synodalen und Amtsträger unserer Kirche, die auf der Frühjahrssynode kirchengesetzlich beschlossene Bestätigung des Leitbildes von Ehe und Familie auch nach außen zu vertreten.
  • Wir bitten den Landesbischof und das Landeskirchenamt eindringlich, während des dreijährigen Gesprächsprozesses von ihrer Möglichkeit, „im Einzelfall homosexuellen Pfarrern und Pfarrerinnen, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, das Zusammenleben im Pfarrhaus (zu) gestatten“ keinen Gebrauch zu machen.
  • Wir bitten die Kirchenleitung, keine weitergehenden Beschlüsse zu fassen – etwa im Blick auf Segnung von homosexuellen Partnerschaften.


Die Sächsische Bekenntnis-Initiative, Niederfrohna, am 4. Juli 2012

 

   

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